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Skiclub

Geschichte Skiclub Wilderswil

Am 2. Dezember 1929 wurde der Skiclub von folgenden Männer gegründet;

  • Von Allmen Hans
  • Balmer Hans
  • Buri Ulrich
  • Flühmann Paul
  • Ryser Ernst
  • Schild Eduard
  • Schuler Hans
  • Sterchi Paul
  • Würgler Ernst
  • Zurschmiede Hans
  • Zurschmiede Willi
  • Wirz Richard

Der Skisport hat, wie kaum je eine andere Sportart, einen derart ungewöhnlichen Aufschwung erlebt, wie man dies früher niemals für möglich gehalten hatte. Noch um die Zeit der Jahrhundertwende bewegte sich der Skilauf in unserem Lande in ganz bescheidenen Anfängen. Einige Unentwegte von dazumal erkannten aber die Schönheit des Skilaufes und setzten sich dafür ein, ihre Freunde und Kameraden dafür zu begeistern. So hat sich diese Begeisterung für das schöne, gesunde und frohe Skifahren wie eine Lawine nach und nach im ganzen Volk ausgebreitet und hat Jung und Alt, Frauen und Männer in ihren Bann zu ziehen vermocht. Das herrliche Gefühl des Gelöst-seins bei stiebenden Abfahrten lässt uns in einen trance-ähnlichen Zustand versetzen, bei dem die Alltagssorgen drunten im Tale in Vergessenheit geraten. Der Anblick der winterlichen Bergwelt, der tief verschneiten Wälder und der Kontrast des blendenden Weiss mit dem tiefblauen Himmel lässt uns das Herz in froher und andächtiger Stimmung höher schlagen. Die Brust weitet sich ob der guten, sauberen und würzigen Bergluft, die unserem Körper frische Kraft zuführt, neuen Lebensmut und nicht zuletzt die so wichtige Gesundheit gibt.

Dieses Schöne, Erhabene erlebten und fühlten einst einige „verrückte“ Skifahrer. Heute aber dürfen wir es selbst suchen und auskosten und es selbst am eigenen Körper fühlen.

Unentwegte Skifahrer gab es vor 50 Jahren auch in unseren Gebieten und Regionen und ganz besonders in unserem schönen Wilderswil. Diese taten sich damals zusammen, um über die Gründung eines Ski-Klubs zu beraten, der den edlen Zweck verfolgen sollte, den Skisport zu fördern und die Kameradschaft zu pflegen.

Die Gründungsversammlung, d.h. die Geburtsstunde des Ski-Klubs von Wilderswil erfolgte am

Samstag, den. 2.Dezember 1929

im Hotel Bären in Wilderswil.

Der Vorstand, der für den im Anfang immer schweren aber verheissungsvollen Start des neuen Vereins verantwortlich war, bestand aus folgenden Männern:

Präsident Balmer Hans
Vize- Präsident Sterchi Paul
Skichef Flühmann Paul
Sekretär Buri Ulrich
Protokoll Schild Eduard
Kassier Ryser Ernst

 

In dieser Formation also startete der Ski-Klub Wilderswil, wohlweislich versehen mit guten Ratschlagen und mütterlichen Anregungen, seine Laufbahn.

Das war vor 75 Jahren die „Geburt“ des Ski-Klub Wilderswil. Viel ist geschehen seit diesen denkwürdigen Tagen im Dezember 1929. Neben Kriegen und Wirtschaftskrisen hatte der Klub auch einige interne Querelen zu überstehen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaft unter Klubkollegen, wie sie noch in der Jubiläumsschrift von 1979 gerühmt wurde, ist in den vergangenen Jahren leider ein wenig auf der Strecke geblieben. Durch das gestiegenen Freizeitangebot und die schnelllebigere Zeit nimmt der Sportclub in seiner heutigen Form nicht mehr den Stellenwert ein, wie noch vor 25 Jahren. Deshalb wollen wir mit den nachfolgenden Zeilen (wiederum Auszug aus der Jubiläumsschrift „50 Jahre Ski-Klub Wilderswil 1929 – 1979″) noch einmal die gute, alte Zeit Revue passieren lassen.

Bereits für die erste Wintersaison wartete der Vorstand mit einem Winterprogramm auf. Übungen auf dem Ried, unter Leitung von Ernst Ryser, Klubtour auf die Schwalmern, Skifahren in Saxeten und das Schülerskirennen stand im Vordergrund.

Unter der Leitung von Hans Kundert fanden im Winter 1932/33 Trockenskikurse statt. ?s wurden auch Anfängerskikurse organisiert. Der Erfolg blieb nicht aus und der Klub wuchs auf 46 Mitglieder an. Ein eigenes Klubabzeichen wurde Wirklichkeit. Es kostete für die damalige Zeit beachtliche Fr. 4.50.

Zum ersten Mal seit Bestehen des Ski-Klubs wurde im Januar 1934 ein öffentliches Rennen, das Renggli-Abfahrtsrennen ausgetragen. Der Erfolg an diesem war in moralischer, als auch in propagandistischer Hinsicht ein voller.

Die Schluss-Bilanz des 1. Renggli-Rennens sah wie folgt aus: Einnahmen Fr. 192.40

Ausgaben Fr. 201.40 = Passivsaldo Fr. 9.-

In die Wintersaison 1934/35 stieg der Ski-Klub Wilderswil mit einem eigenen, von Sekundarlehrer Erich Hegi, verfassten Skiklublied.

Auf den 27. Januar 1935 wurde die 2. Auflage des Renggli-

Abfahrtsrennens angesetzt. Eingeladen wurden: Die Turnvereine

Matten, Wilderswil, Interlaken, Unterseen, Ringgenberg- Goldswil,

Leissigen und die Ski-Klubs Beatenberg, Bönigen,

Interlaken und Habkern.

Das Programm sah wie folgt aus:

Startgeld Fr. 1.-

Übernachten in der Seileren in Saxeten Fr. 1.-09.00 Uhr Abmarsch bei der Hütte 12.30 Uhr Start bei der obersten Berglihütte 15.00 Uhr Start zum Slalom auf dem Ried

Für den Winter 1935/36 konnte die gemietete Villa in der Seileren etwas komfortabler eingerichtet werden. Das Renggli-Abfahrtsrennen wurde auch zu einem flotten Erfolg. Erstmals wurden auch die Ski-Klubs aus dem Haslital eingeladen. Unser inzwischen nach den USA ausgewandertes Klubmitglied,

Straubhaar Max, feierte in Kalifornien grossartige Skierfolge in Slalom und Skisprung.

In das Vereinsjahr 1936/37 wurde mit neuen Statuten, ausgearbeitet von Sekundarlehrer Ernst Wyss, gestartet. An der Hauptversammlung waren 33 Mitglieder anwesend. Der Präsident Hans Kundert war mit dieser Beteiligung nicht zufrieden und bedauerte, dass von den inzwischen auf 72 Klubmitglieder angewachsenen Bestand nur 46% die Hauptversammlung mit einem Besuch beehrten.

Heute würde man sich im Vorstand wohl glücklich schätzen, wenn * ein solcher Prozentsatz erreicht wurde. Diese Einschätzung trifft auch 25 Jahre später den Nagel auf den Kopf!!

Die Skiklübler von Wilderswil, welche in den ersten Jahren das Vereinsschiff lenkten, haben sich schon damals umgesehen für eine Skihütte in Saxeten. Denn Saxeten war damals das bevorzugte Skigebiet. Von den Gebrüdern Feuz in Unterseen wurde für den Winter jeweils die Seilernhütte gemietet und auch stark benutzt. Der Klub hat im Verlaufe der Jahre viel Geld und vor allem Arbeit in eine fremde Hütte gesteckt.

An einer denkwürdigen Vorstandssitzung vom 14. Juli 1937 tauchte erstmals die Frage auf, ob ein für unseren Klub finanziell tragbarer Hüttenbau möglich sei. Für den 19.10.37 wurde sodann eine erweiterte Vorstandssitzung einberufen, wo der Präsident den Plan und den detaillierten Kostenvoranschlag der damaligen Chaletfabrik Interlaken AG (heutige HTI) vorlegen konnte.

Die Anwesenden waren alle für den kleinsten Typ, den „Uninorm HUttentyp“ mit total 34 Schlafstatten.

Der Kostenvoranschlag für unsere heutige „Buechmatthütte“ in Saxeten sah im Detail wie folgt aus:

 

Hütte Schlüsselfertig ab Chaletfabrik Fr. 4`500.-
Transport der Hütte Fr. 150.-
Montage Fr. 150.-
12 Zementsockel fertig versetzen Fr. 150.-
Fr. 4`950.-
Mobiliar Fr. 2`050.-
Total Fr. 7000.-

Wenn wir diese Offerte aus der heutigen Perspektive betrachten, so scheint uns das fast unwahrscheinlich. Selbst wenn wir in Betracht ziehen, dass seither an der Hütte viel verbessert wurde. Für die damalige schwere Zeit war es aber eben doch eine schöne Stange Geld. Die Finanzierung stellte sich der rührige Vorstand wie folgt vor:

Subvention vom SSV Fr. 500.-
Anteilscheine Clubmitglieder Fr. 1`500.-
Darlehen  bei der Darlehenskasse Wilderswil Fr. 5`000.-
Total Fr. 7000.-

Am Samstag, den 29. Oktober 1937 wurde dann im Hotel Bären, dem heimeligen Klublokal des SCW, eine ausserordentliche Hauptversammlung einberufen, wo es galt, den Hüttenneubau durchzusetzen. Es entstand eine starke Opposition gegen diesen Hüttenbau und zwar in erster Linie wegen finanziellen Bedenken. Nach heftiger Diskussion schritt man zur Abstimmung. Von 31 Mitgliedern waren 21 dafür und 9 dagegen, während sich ein Mitglied der Stimme enthielt. Nun musste das beschlossene Hüttenprojekt verwirklicht werden. In unermüdlicher Arbeit einiger Unentwegten wurde jeden Samstag/Sonntag des Novembers 1937 an der Hütte gearbeitet. Nur dank diesem ausserordentlichen Einsatz von Klubmitgliedern konnte die Hütte errichtet werden.

Beim Hüttenbau spielten folgende Personen eine massgebende Rolle:

  • Hans Kundert
  • Hans Antenen
  • Paul Flühmann
  • Otto Bischoff
  • Willy Zurschmiede
  • Hans Schuler
  • Hans Balmer-Feuz
  • Paul Sterchi
  • Ernst Wyss
  • Christian Siegenthaler
  • Alfred Balmer, Allmend
  • Ida Balmer (Frau Gerber, Cberdiessbach)
  • Richard Wirz
  • Marie Heim (Frau Lugon-Heim)

Als stolzer Hüttenbesitzer in Saxeten beginnt der Klub das Vereinsjähr 1938. Ein grossartiges Renggli-Abfahrtsrennen ergibt einen Reingewinn von. Fr. 100.-

Der Hüttenkassier Hans Balmer-Feuz konnte eine recht günstige HUttenbau-Abrechnung vorlegen.

Einnahmen           Fr.           7`510.-

Ausgaben              Fr.           7`492.85

Damit stand die Finanzierung des Neubaus auf guten Füssen. An Hüttentaxen wurden im ersten Winter Fr. 420.- eingenommen.

Dann – im September 1939 brach der zweite Weltkrieg aus. Viele unserer Skikameraden wurden unter die Fahnen gerufen.

Es ist irrig zu glauben, dass die Vereinstätigkeit während der Kriegsjahre zum Stillstand kam. Trotzdem- oder gerade deshalb wurde dem Tourenwesen noch in vermehrtem Masse Beachtung geschenkt.

Im Jahre 1942 wurde auch das Bergdorf Saxeten an das Netz der BKW angeschlossen. Es bot sich damit die Gelegenheit, die Skihütte mit elektrischem Licht zu versorgen. Der Kostenvoranschlag von der Fa. Seiler Fritz, Bönigen, für die komplette Installation von 5 Lampen belief sich auf Fr. 188.50. Der Klubvorstand fand diese Offerte zu hoch und es wurde ein kleiner Ausschuss gebildet, welcher auf Herabsetzung dieses Voranschlages hin wirken sollte. Schliesslich konnte diese Hausinstallation mit sage und schreibe Fr. 164.-geregelt werden.

In Ringgenberg gelangte erstmals die Bödeli-Stafette zur Austragung.

1943 sollte beim Rengglirennen zum ersten Mal eine Juniorenkategorie gebildet werden. Eine von Walter Balmer (Stalden) vorgeschlagene Damenklasse wurde abgelehnt.

Im Jahre 1944 wurde der Ski-Klub Matten gegründet. Dadurch verlor unser Klub eine Anzahl flotte Ski-Klub Kameraden. Auch die Mattener Skipioniere waren von jeher im Saxettal heimisch.

Im Winter 1946 fand in Wilderswil das Kantonale Naturfreunde-Skirennen mit über 300 Teilnehmern statt. Unser Klub wurde voll beansprucht im Organisationskomitee und bei den Wettkämpfen.

Ein Skiliftprojekt, angeregt von Erwin Balmer, „Hubel-Erwin“, wird im Ski-Klub und einem weiteren interessierten Kreise diskutiert. Wohl auch aus Gründen der Schneesicherheit versandete die Angelegenheit aber wieder.

In den Jahren 1947-1949 waren die Schneeverhaltnisse oft schlecht und die meisten Rennen konnten nicht durchgeführt werden. Dafür half der SCW anderen Sportvereinen bei der Organisation vieler Festivitäten wie dem kantonalen Nationalturnertag 1947 oder dem oberlandischen Turnerskitag 1949.

Nach einem Unterbruch von einigen Wintern wurde auf Initiative des damaligen rührigen Präsidenten Armin Vögeli, das Renggli-rennen wieder in Erinnerung gerufen. Am 20. Februar ’49 wurde dieser Anlass in einer etwas neuen Form ausgetragen, nämlich als Renggli-Staffette. War früher der einzelne Rennfahrer vom Renggli bis auf das Ried auf sich selber angewiesen, bestritten nun 3 Skifahrer als Mannschaft diese Strecke. Das erste Teilstück bewältigte ein Abfahrer von der obersten Berglihütte bis zur Skihütte in Saxeten, von da erfolgte die Ubergabe an einen Langläufer. Dieser versuchte innert kürzester Zeit von Saxeten über Schattenhalb nach Lybuchen zu gelangen um seinerseits dort einen Riesenslalomfahrer über Lybuchen und „Vatisfuhre“ bis auf das Ried auf die Strecke zu schicken. Es wurde dann eine Rangliste sowohl in den einzelnen Teilstrecken als auch für die Mannschaften erstellt. Eine grossartige Idee, wenn das Rennen auch an die Zeitnehmer grosse Anforderungen stellte. Die Elektronik kam dabei noch nicht zum Tragen.

Die Renggli-Staffete entwickelte sich nun zu einem wichtigen Anlass im Veranstaltungskalender von Wilderswil. Wer erinnert sich nicht gerne an die grossartige Stimmung auf dem Ried bei diesem Anlass. Viele Welt-Cup Organisatoren würden sich heute glücklich schätzen, wenn sie diese Stimmung aufbringen könnten.

Unsere Skihütte erhielt einen Kamin, so dass die unschönen Ofenrohre verschwanden.

In der Beschaffung von Finanzen, betrat der SC Wilderswil im November 1951 Neuland. Auf Anregung von Zurbuchen Hans führte der Klub einen öffentlichen Lotto-Match durch; es war der erste dieser Art in unserem Dorfe. Der Erfolg war über erwartet gut. In den Jahren 1952 und 1953 wurden dann auch die Musikgesellschaft und der Turnverein in die Geheimnisse des Lottomatch eingeführt und der Reingewinn entsprechend geteilt.

In die Skisaison 1952 startete man mit einem Novum, nämlich mit Skikursen bei Scheinwerferlicht im Bockler.

Eine Skitour vom Niederhorn auf das Gemmenalphorn im Januar 1953 mit 41 Ski-Klüblern machte für einmal auch dem Tourenwesen alle Ehre. Der damalige unvergessliche Gsteigpfaffer Jürg Bäschlin, ein eifriges Klubmitglied, sprach in einer kurzen Bergpredigt besinnliche Worte zu den Teilnehmern.

An der Renggli-Staffette war es endlich soweit, dass eine Mannschaft aus dem SC Wilderswil die Rangliste anführte. Glaus Alfred als tollkühner Abfahrer, Wyss Werner vom Ried als gut trainierter Langläufer und Glaus Willy, als guter Stilist im Slalom, waren für diesen grossartigen Erfolg verantwortlich.

Bei Scheinwerferlicht wurde 1954 im Bockler trainiert. Auch Skikurse, unter Leitung des techn. Leiters Max Sterchi und Hans Zurbuchen fanden guten Anklang.

Am 10. Oktober 1954 feierte man im Hotel Bären in bescheidenem Rahmen den 25. Geburtstag des Ski-Klubs Wilderswil.

In das Vereinsjahr 1956 startete der Klub mit einem fast durchwegs neuen Vorstand. Mehrmals wird in Klubgremien der Gedanke gesponnen, in der Halte eine grosse Sprungschanze zu bauen. Leider blieb es dabei.

Zurbuchen Hans beschäftige sich auch erstmals mit einem Skilift in unserer näheren Umgebung.

An der Renggli-Staffette 1957 verpassen unsere Asse den Wanderpreis um eine winzige Sekunde. Diesmal fehlte es aber nicht am Langläufer. „Ried-Housi“ bewältigte nämlich die Strecke von der Skihütte bis auf Lybuchen in der kürzesten Zeit und siegte mit fast genau 9 Minuten. Die Alpinen, Glaus Alfred und Glaus Willy, obwohl gut klassiert, verloren entscheidende Sekunden. Natürlich war auch der 2. Mannschaftsrang Grund genug zum Feiern. Sieger: SC Gündlischwand. Klubmeister 1957 wurde Glaus Alfred, der sowohl in der Abfahrt wie im Slalom Bestzeit erzielte.

Beim Bau der Buechmatthütte hatte man leider die Frage betreffend Grund und Boden ein wenig übergangen. Der Grund und Boden war damals aber noch nicht so begehrt und als Spekulationsobjekt ausgesetzt. Man stellte die Hütte auf das Eigentum der Brüder Ulrich und Robert Seematter. Sie waren beide damit einverstanden und halfen auch wacker beim Bau der Hütte mit. Man glaubte dies wohl über kurz oder lang vertraglich zu regeln. Die rechtliche Situation konnte aber erst 20 Jahre später im Jahre 1958 mit einem Baurechtsvertrag sicher gestellt werden. Für eine Klubhütte befriedigte dieser Zustand nicht, immerhin war diese Regelung besser, als mit dem Zivilgesetzbuch im Widerspruch zu stehen. Mit den Gebrüdern Seematter fand man immer verständige Leute, obwohl diese mit der Skihütte mitten in ihrem Grundbesitz ganz sicher nicht immer nur Freude haben konnten. Es gab und gibt eben leider Hüttenbesucher und HUttenbesucher.

Der Skisport entwickelte sich in diesen Jahren unglaublich. Die Industrie schaltete sich mit einem nie erwarteten hohen Einsatz in die Entwicklung von Skiausrüstungen ein, wobei vom althergebrachten Material auch auf Kunststoffe umgestellt wurde. Mit Kunststoffen wird fortan im Winter harter Schnee weich und weicher Schnee hart gemacht. Man kommt soweit, es künstlich schneien zu lassen. Auf dem Gebiet der Sicherheit für Skirennfahrer musste der SSV Richtlinien aufstellen. Die Organisatoren von Skirennen, auch für kleine Regionalanlasse, mussten mit einem ausgebildeten Schiedsrichter ans Werk gehen. Das Rengglirennen wurde trotz ehrenamtlichen Funktionaren zu aufwendig. Sicherheitsgründe bewogen den Vorstand auf eine weitere Durchführung zu verzichten. Entscheidend dabei waren auch diverse Unfälle, wo man den Ski-Klub Wilderswil als Organisator finanziell zur Verantwortung ziehen wollte. Mit dem Verzicht auf das Rengglirennen verschwand ein weiterer klassischer Anlass von regionaler Bedeutung. Die Renggli-Stafette wurde ein Opfer der gewaltigen Spezialisierung und Entwicklung im Wintersport. Die Ausrüstungen Hessen immer grössere Geschwindigkeiten zu, die Pistenverhältnisse an unseren bekannten Hangen konnten aber unmöglich wesentlich verbessert werden.

Ganz wollte der SC Wilderswil aber als Organisator nicht von der Bildflache verschwinden. Im Februar 1959 lud man die Ski-Klubs zum 1. Rothenfluh-Riesenslalom ein. Die Strecke führte von Lybuchen auf das Ried.

Im Herbst 1959 betätigten sich einige Klubmitglieder in der Buechmatthütte als Maler. Natürlich geschah dies unter kundiger Anleitung und Mitwirkung von klubeigenen Fachleuten, wie Pfister Walter und Glaus Walter.

Im Sommer 1960 starteten wir eine grosse Tombola. Der Reinerlös von ca. Fr. 3’500.- wurde zur Renovationen und Verbesserungen an der Klubhütte verwendet.

Hans Moser als umsichtiger Vereinskassier und einige Vorstandsmitglieder trugen hier massgebend zum Erfolg, das heisst, zum totalen Verkauf der 4000 Lose, bei.

Das Klubrennen am 29. Januar 1961 sah 4 Damen und 30 Herren am Start. Das war wohl eine der höchsten Beteiligungen in der Geschichte der Klubrennen. Klubmeister wurde Bischoff Heinz vor Routinier Glaus Willy (1923) und Heim Peter. An der Bödelimeisterschaft in Habkern setzte sich unsere Renngruppe bravourös in Szene. Bischoff Heinz wurde Bödelimeister in der Alpinen Kombination vor Grossnikiaus Franz, Beatenberg, Heim Peter, Wilderswil, Seiler Ren6, Bönigen, Jung Charly, Interlaken und Glaus Willy, Wilderswil.

1962 war für den Ski-Klub ein besonderes Jahr. Die Skihütte, unsere gastliche Klause in Saxeten, konnte ihren 25. Geburtsag feiern.

Der damalige Vorstand unter Leitung von Ernst Glaus verzichtete auf grosse Feierlichkeiten. Man wollte Taten sehen. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurden Unterhaltsarbeiten und Verbesserungen an der Hütte verrichtet. Ein neuer Holzscherm entstand und die alte WC-Anlage neben der Hütte wurde ersetzt, so dass man in Zukunft trockenen Fusses die „Sache“ verrichten konnte. Die ganze Hütte wurde sodann untermauert, Hutteneingang und Vorplatz neu gestaltet. Auch in der Küche konnten Verbesserungen gemacht werden.

Mit den Gebrüdern Seematter in Saxeten konnte ein Kaufvertrag betr. dem Hüttenplatz mit etwas Umschwung und den nötigen Servituten abgeschlossen werden. Der Kaufpreis betrug Fr. 10.- für den m2(Fr. 3’970.-). Es war damals viel Geld und das Geschäft war an der Hauptversammlung nicht unbestritten. Heute kann man wohl sagen, dass der Vorstand eine glückliche Hand hatte und den Handel tatigte.

Auch der Rothenfluh-Riesenslalom wurde ein Opfer der neuen Wettkampfvorschriften. Nur ungern fasste man diesen Entschluss, doch wollte niemand mehr die Verantwortung tragen. Zahlreiche Touren belebten die Tätigkeit des Klubs und am Klubtourenwettbewerb des SSV konnte ein beachtlicher Erfolg verzeichnet werden. ls

Erst 1965 gelang es dem Klub wieder ein öffentliches Skirennss auszutragen. Der erste Tissot-Slalom mit 70 Teilnehmern oben im Bockler entschied Feuz Viktor aus Stechelberg für sich.

In den Skiwinter 1968 stieg der Klub mit einer Jugendorganisation. Lehrer Erich Lupoid besuchte einen JO-Leiterkursr . und in Zusammenarbeit mit einigen versierten Klubmitgliedern wurde den Kindern des Dorfes das Skifahren beigebracht. Die JO ist seither ein wesentlicher Bestandteil unserer Klubarbeit. Die Schnee- und Wetterverhältnisse erlaubten die Austragung des 2. Tissot-Slaloms erst wieder in diesem Winter. 2 Jahre wurden vergeblich Anläufe genommen. Die Piste schwamm jeweils kurz vor dem Rennen davon. Bei der 2. Auflage mit 100 Teilnehmern siegte der spätere Weltklassefahrer Rene Berthod aus Grindelwald.

Im Herbst 1968 konnte in der Skihütte in Saxeten das fliessende Wasser eingerichtet werden. Die Quelle wurde neu gefasst und das Wasser mittels einer Pumpe zur Küche geleitet. Im Juni stellte sich der SC Wilderswil zusammen mit dem Turnverein Wilderswil in den Dienst des andern. Gemeinsam wurde der 1. Volksmarsch „Für Saxeten“ organisiert. Der Anlass brachte viel Arbeit mit sich, doch konnte der bedrängten

Nachbargemeinde aus dieser Veranstaltung eine stattliche Summe von Fr. 11’600.- überreicht werden.

Der Saxetmarsch wurde 1970 noch einmal in Zusammenarbeit mit den Turnern ausgetragen und auch diesmal blieb der finanzielle Erfolg nicht aus. Fr. 13’000.- durften wir dem Bergdorf Saxeten überweisen. Mit diesen Betragen wurde ein wesentlicher Grundstein für die Verwirklichung einer besseren Zufahrtsstrasse nach Saxeten geschaffen. Es zeigte sich, dass man bei einer richtigen Zusammenarbeit etwas erreichen konnte.

Im Winter 1971 wurden verschiedene Anlaufe für die Durchführung des Tissot-Slaloms unternommen. Ausser grossen Spesen ist aber aus diesen Übungen nichts geworden. Schliesslich kam der Klubvorstand mit Zustimmung der Klubversammlung zur Auffassung, endgültig auf diesen Anlass zu verzichten. Dieser Entschluss war ganz sicher bedauerlich. Wer aber die Verhältnisse im heutigen Skirennsport, selbst bei kleinen regionalen Anlassen kennt, weiss, dass dieser Entscheid vernünftig war. Die dünne Schneeschicht auf unserer Meereshöhe (wenn es überhaupt Schnee hat) lasst ein reguläres Rennen kaum mehr zu, da die heutigen Skiausrüstungen mit den vorstehenden Kanten den Pisten derart zusetzen, dass nur noch die Fahrer mit vorderen Startnummern den Parcour auf Schnee absolvieren können.

Der Tatendrang einiger Klubmitglieder kam dafür in den Jahren 1971 und 1972 wieder einmal unserer gastlichen Klause in Saxeten zu gute. Die angefangene Verkleidung der Hütte mit Eternit wurde unter Leitung des Fachmannes Werner Amacher abgeschlossen.

Das Tourenwesen in unserem Klub kam einige Jahre etwas zu kurz. Tourenchef Peter Gruber verstand es, einigen Klubmitgliedern auch auf diesem Gebiet Ansporn zu geben. Sein Nachfolger Walter Glaus und seine treuen Anhänger waren im Winter 1974 nicht weniger als 14 Mal unterwegs in unserer stillen Bergwelt, abseits des grossen Rummels. Man kann sagen, dass das Tourenwesen im SC Wilderswil wieder seinen festen Platz hat, wenn auch die Beteiligung manchmal sehr unbefriedigend ist.

Da die Klubrennen der letzten Jahre nicht die gewünschte Beteiligung auf die Piste brachten, versuchte man es im Winter 1976 einmal mit einem Riesenslalom, verbunden mit diversen Handicap’s. Es war wohl ein Plausch und es hatte sicher jeder Teilnehmer seinen Spass an dieser neuen Wettkampfform. Diese Veranstaltung sollte aber irgendwie zusatzlich zu einem regulären Klubrennen ausgetragen werden.

Im Frühjahr 1977 wurde eine grosse Arbeit in Saxeten bei der Skihütte in Angriff genommen. Die Quellfassung neben der Skihütte befriedigte seit einiger Zeit nicht mehr. Nach zweimaligen Bemühungen wurde uns gestattet, an die Dorfwasserleitung von Saxeten anzuschliessen. Dies bedingte aber Grabarbeiten von ca. 200 Metern. Obwohl uns das Wetter einen argen Streich spielte, indem es nämlich ausgerechnet an jenem denkwürdigen Samstag einen halben Meter Schnee auf das bereits ausgeaperte Innerfeld gab, fand auch diese Arbeit einen guten Abschluss. Der Menzi-Muck der Fa. Werren unter kundiger Führung von Albert Balmer leistete natürlich den entscheidenden Beitrag. Trotz diesem technischen Hilfsmittel hatten aber die Mitwirkenden Skiklübler einen harten Tag. Die Leitung wurde nämlich unter Aufsicht von Ueli Götz eingelegt und gleichzeitig von Hand gedeckt. Im weiteren wurden auch das Weekendhäuschen von Herrn Bettler und die Liegenschaft von Ulrich Seematter mit dieser Wasserleitung versorgt.

Im Herbst 1978 wurde mit dem Einlegen einer Kanalisationsleitung eine grössere Umbauphase eingeleitet. Unsere Klubhütte ist wieder ein gefragtes Objekt geworden. Der Klubvorstand hat sich vorgenommen, die Absteige in Saxeten einigermassen den heutigen Anforderungen anzupassen. Das Wasser ist nun im Hause und es geht darum, in erster Linie die sanitären Einrichtungen zu sanieren. Dass dies heute nicht mehr so einfach ist, dürfte klar sein. Auch bei einer Klubhütte kann man die Vorschriften nicht einfach ignorieren.

Bei der Niederschrift dieser Zeilen, sind die Vorstellungen des Umbaues längst gemacht. Hanspeter Balmer, unser klubeigene Architekt, hat den Weg des Vorgehens aufgezeichnet und die Arbeiten sind bereits in vollem Gange. Es bleibt nur zu hoffen, dass es mit vereinten Kräften gelingt, unsere Buechmatthütte im Jubiläumsjahr in den gewünschten Zustand zu verbessern.

Von 1979 bis 1985 war der Skiclub Wilderswil mit seinem damaligen Aktivmitglied Urs Räber auch im alpinen Skiweltcup vertreten. Zu den im Skiweltcup sehr hohen Anforderungen bezüglich Training und Material konnte der Club nicht mehr viel beitragen. Immerhin begleiteten verschiedene Clubmitglieder Urs Räber an einzelne Weltcuprennen und unterstützten so ihr Clubmitglied vom Pistenrand aus.

Urs Räber wurde für seine ausgezeichneten Leistungen im alpinen Skiweltcup zum Ehrenmitglied des SC Wilderswil ernannt. Der Skiclub ist immer noch stolz auf sein erfolgreiches Mitglied, das auch heute noch in verschiedenen Funktionen für den Skisport tätig ist. (Detaillierte Angaben zur Karriere von Urs Räber siehe Seite 18)

1980 und ’81 organisierte der Vorstand des Skiclub Wilderswil den „Abesitz“ in Saxeten. Eingeladen waren Vorstandsmitglieder aller Bödeli-Skiclubs. Ziel dieses gemütlichen Beisammenseins war es, einander besser kennen zu lernen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Die schlechte Beteiligung an den Vereinsanlässen brachte den Vorstand

1981 auf die Idee, allen Mitgliedern ein Informationsblatt zukommen zu lassen und vermehrt mit Inseraten auf sich aufmerksam zu machen.

Im selben Jahr wurde eine Gruppe Langläufer in die JO integriert.

1987 und 1990 veranstaltete der Skiclub Wilderswil zusammen mit dem Jodlerclub Unspunnen einen Lottomatch. Trotz grossen zeitlichen Einsätzen von vielen Mitgliedern war der Reingewinn jeweils nur klein, so dass sich der Aufwand für die beiden Vereine nicht mehr rentierte.

Ende der 80er, Anfangs der 90er-Jahre blühte das Skitourenwesen unter den Leitungen von Hannes Stähli, Bischoff Peter und Res Wyss wieder auf und es wurden viele interessante Touren durchgeführt.

Der bereits erstellte Tourenplan für den Winter 1994/95 wurde nachträglich der gesunkenen Nachfrage angepasst. Geplant war, in jedem Monat nur noch eine Tour durchzuführen. Infolge schlechter Witterung konnte auch dieses reduzierte Programm nicht ganz eingehalten werden.

Das geplante Gästeweekend mit dem geladenen Skiclub Gspon musste leider kurzfristig abgesagt werden, weil in Gspon ein Walliser Schwarznasenschaf-Treffen stattfand.

Im August 1995 fand das Sommerfest zum ersten Mal auf der Schmiedmatte statt.

Für die längst fällige Dachsanierung (Aufstockung der Kniewand und erstellen eines neuen Dachaufbaus) an der Buechmatt-Hütte wurde eine Baukommission eingesetzt. Sie sollte die bauliche sowie finanzielle Machbarkeit abklären.

Das reichhaltige Jahresprogramm 1995/96 wurde nur mässig genutzt oder die Veranstaltungen mussten wegen Schneemangels abgesagt werden. Als positiven Punkt in diesen schwierigen Jahren kann man sicher die „Verpflichtung“ des neuen Hüttenwartehepaares Annemarie und Walter Gilgen erwähnen.

Im Winter 1996/97 wurde Michael Amacher als neuer JO-Chef von Hannes Stähli eingearbeitet. Der junge Wilderswiler löste mit Hannes ein langjähriges Vereinsmitglied ab, welches sich immer wieder für den Skiclub Wilderswil und speziell für die Nachwuchsabteilung eingesetzt und mit ihr auch schöne Erfolge erzielt hatte.

Neu wurde nur noch eine Jahresversammlung im Herbst abgehalten und die Statuen entsprechend überarbeitet. Die neuen Statuten regelten auch die Festsetzung der Mitgliederbeiträge, respektive diese wurden nicht mehr in die Statuten übernommen. Über die Beiträge, auch wenn sie gleich blieben, würde jeweils an der Hauptversammlung abgestimmt. Bei Anpassung der Beiträge mussten nun die Statuen nicht mehr jedes Mal neu geschrieben werden, was die Vorstandsarbeit erheblich erleichtert hat. Die Skiclub-Hütte erhielt einen neuen, besser heizenden Ofen!

An der Hauptversammlung am 20. November 1998 legte die Baukommission die Konstruktionspläne für den Umbau sowie die entsprechenden Finanzierungsunterlagen vor. Nach angeregter Diskussion entschieden die Stimmberechtigten, das vorgestellte Projekt weiter zu verfolgen. Jedoch unter der Voraussetzung, dass die finanziellen Beiträge von allen angefragten Organisationen geleistet würden Jamfl im kiel an die HV stellt sich heraus, <iass tftot ffcwttenumbau“!

gemäss Statuten deo SCV

vom 12. bis 14. Februar 1999 führten die JO-Leiter auf der Axalp das erste Trainingsweekend der JO durch. Die Kinder lernten an diesem Wochenende nicht nur ein neues Skigebiet kennen, sondern hatten auch die Möglichkeit, sich mit verschiedenen alpinen Skigeräten zu versuchen. Trotz bitterkalten Temperaturen fand das polysportive Programm bei allen Beteiligten grossen Anklang.

Im Februar 1999 lud der Skiclub Wilderswil alle Dorfvereine von Wilderswil zum ersten Vereinsskirennen von Wilderswil ein. Leider war das Interesse so gering, dass eine Durchführung nicht in Frage kam.

Ebenfalls in Folge zu geringem Interesse fand ein weiterer Jahresprogrammpunkt nicht statt: Die Bettdecken-Demonstration. Der Anlass hätte dem Club einfach verdientes Geld eingebracht, aber die nötige Anzahl Mitglieder konnte auch mit einem Gratisnachtessen nicht zusammen getrommelt werden.

Am 8. Juli 1999 war es der Berner Zeitung eine halbe Seite wert: „Der kleine Skilift in Saxeten hat keine Zukunft mehr!“ Was sich bereits seit einigen Jahren abgezeichnet hatte, war nun traurige Tatsache geworden. Trotz unermüdlichem Einsatz vieler Saxeter und Mitgliedern des Wilderswiler Skiclubs war das Ende für den vor 14 Jahren erstellten Skilift unabwendbar. Für den SCW spielten nicht nur nostalgische Gesichtspunkte eine Rolle. Die Vermietbarkeit der Buechmatt-Hütte wurde durch den Verlust des „Skigebietes“ nicht besser!

Den Skiwinter 1999/2000 nahmen die JO-Leiter in einheitlicher Bekleidung in Angriff. Drei Jahre später waren dann die JO-ler an der Reihe: sie konnten dank grosser Initiative des Vizepräsidenten Adi Zingg und mit finanzieller Unterstützung von Alpin Center, Leki und Raiffeisenbank Wilderswil 41 neue Skijacken in Empfang nehmen!

Um das neue Erscheinungsbild von JO und SC Wilderswil zu komplettieren, spendete Ernst Balmer, Auto Balmer AG, 100 Stück neue Startnummern! Unser Clubmitglied Mirjam Rubin absolvierte eine erfolgreiche Weltcup-Saison im Telemark. Sie errang ihren ersten Weltcup-Sieg und gewann an der Schweizermeisterschaft in der Kategorie Klassik die Goldmedaille. Im Mai 2000 wurde die Kanalisationsleitung zur Buechmatthütte neu verlegt. Was hier mit einigen Worten gesagt ist, erwies sich in Tat und Wahrheit als kompliziertes Unterfangen: Dem Boden war mit Pickel und Schaufel nicht beizukommen, mittels Kompressor musste dem Felsen zuleibe gerückt werden!

Pünktlich zur Hauptversammlung 2000 erschienen die ersten Vereinsnachrichten vom Skiclub Wilderswil. Anstelle einer normalen Einladung zur HV wurde ein Heftli mit dem Protokoll der vorangehenden Versammlung, den Berichten der Ressorchefs sowie aktuellen Beiträgen gestaltet.

Für Mirjam Rubin war 2000/01 ihre fünfte und sogleich letzte Saison als Weltcup-Telemark-Fahrerin die erfolgreichste. Neben etlichen Podestplätzen fuhr sie in Amerika auch einen Sieg heraus. Am Weltcup-Finale in Meiringen verpasste sie den angestrebten Sieg in der Kategorie Klassik. Dafür gewann sie den Riesenslalom, welcher auf der Axalp durchgeführt wurde. Den Schlusspunkt ihrer sehr erfolgreichen Karriere setzte sie an den Weltmeisterschaften in Frankreich mit dem Titelgewinn im Riesenslalom gleich selber. Herzliche Gratulation!

Die Buechmatt-Hütte erhielt im Sommer 2001 eine neue Eingangstüre!

Das im Februar 2002 wiederum von den JO-Leitern durchgeführte JO-Lager fand neu am Eigergletscher statt. Durch diesen Ortswechsel mussten keine zusätzlichen Bahnabis und kein Transport organisierte werden, was half, die Kosten zu reduzieren.

Nach langem Suchen konnte mit Res Jordi ein neuer JO-Chef gefunden werden, welcher Michael Amacher nach sechs Jahren ablöste.

Im Sommer desselben Jahres wurden die Statuten der neu zu gründenden Bödeli-Ski-Region allen beteiligten Skiclubs vorgelegt. Der SC Wilderswil beteiligte sich aktiv an der Überarbeitung und konnte seine Änderungenvorschläge einbringen.

Im Frühjahr 2003 wurden im Aufenthaltsraum der Skiclub-Hütte die noch verbliebenen alten Fenster durch neue ersetzt. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch winddicht. Dafür zieht es jetzt neben den Fenstern durch die Ritzen!

Anfangs September konnte endlich auch der Hüttenparkplatz mit einem Schwarzbelag versehen werden. Unter fachkundiger Leitung von Gregor Borter halfen einige nimmermüde Skiclübler tatkräftig mit.

Zudem erhielt die Hütte zum 30sten Mal Besuch von der Familie Loozekoot aus Holland. Für ihre Treue wurden sie vom Verkehrsverein Wilderswil geehrt und vom SCW beschenkt!

Der Winter 2003/04 war geprägt von Verschiebungen und Absagen. Das JO- und Clubrennen konnte erst im zweiten Anlauf durchgeführt werden. Der Fondueabend musste infolge Schneemangels ohne Schlitteln abgehalten werden. Dafür war die Familie Loozekoot eingeladen, welche sich über die Geselligkeit im Skiclub Wilderswil sehr freute.

Bereits während des Winters beschäftigte sich der Vorstand intensiv mit dem Jubiläum .75 Jahre Skiclub Wilderswil“. Für alle Beteiligten war schon zu Beginn klar, dass es ein Fest für alle Mitglieder sein sollte. Die Vorbereitungsarbeiten haben gezeigt, dass auch ein Anlass im kleineren Rahmen viel Organisation erfordert. Der Vorstand arbeitet bereits seit einigen Jahren in der gleichen Zusammensetzung und hat sich als sehr eingespieltes Team erwiesen. Für die Zukunft wünscht er sich, dass die Beteiligung an den Anlässen wieder etwas besser wird und die zu Beginn angesprochene Clubkameradschaft im Skiclub Wilderswil den Namen wieder verdient.